Psychotherapie für Substituierte

Seit einigen Jahren bietet das DIAKO Suchthilfezentrum Kiel substituierten Menschen eine ambulante Psychotherapie an. Dieses psychotherapeutische Angebot richtete sich an stabil substituierte Menschen, die eine geringe oder mittlere Dosis des Substitutes erreicht haben und nachweislich keinen Beikonsum zeigen.

Die Substitution ist parallel in der DIAKO Fachambulanz oder anderen Praxen möglich. Die Anmeldung erfolgt über die Aufnahme: Telefon  0431 66846 -0.

Zu Beginn können bis zu 5 Probegespräche stattfinden, um dann zu entscheiden ob die ambulante Psychotherapie sinnvoll und ausreichend ist.

Neben der Abhängigkeitserkrankung geht es um die Problembereiche, die neben der Sucht stehen. Krankheitsbilder wie Depression, Zwänge, Traumata oder Ängste, aber auch Persönlichkeitsstörungen sind sehr häufig Ursache oder aber Folge einer Abhängigkeitserkrankung. Vorrausetzung ist jedoch eine gewisse Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Offenheit und Mitarbeit des Klienten.

Die stabile Beikonsumfreiheit als auch eine "mittlere oder untere " Dosierungshöhe mit dem Substitut (Methadon, Polamidon, Subutex) ist wichtig, damit ein  emotionaler Zugang möglich ist und bei schwierigen Themen kein Beikonsum eintritt.

Nach der Diagnosestellung und den anfänglichen Probesitzungen kann dann eine Einzelpsychotherapie mit ca. einem Kontakt in der Woche angeboten werden

In Krisenzeiten kann die Frequenz zunehmen und zum Abschied hin können die Abstände zwischen den Terminen länger sein. 

Die Einzelpsychotherapie ist tiefenpsychologisch fundiert und wird als Kurzzeittherapie mit 25 Sitzungen (ca. ½ Jahr ) oder als Langzeittherapie über 50 Stunden (ca. 1 Jahr) angeboten.

Eine Verlängerung auf 80 Sitzungen ist nach Absprache möglich. Die Psychotherapie obliegt der Schweigepflicht. Der Diplom-Psychologe  ist ein in der Suchtarbeit erfahrener psychologischer Psychotherapeut und darf mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, so dass Ihnen keine Kosten entstehen. 

Ziel der fokalen tiefenpsychologischen Therapie ist es, zuerst eine tragfähige Beziehung zum Klienten aufzubauen. Eine Einsicht in die pychodynamische Zusammenhänge soll zur Ich - Stärkung und Veränderung der Problematik  führen.